Einordnen der NutriNet-Santé-Studie

28.06.2019 - Information & Internet

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) geht auf die Ergebnisse einer Studie von Baudry et al. (JAMA Intern Med 2018) ein, in der die Beobachtung eines um 25 % reduzierten Krebsrisikos bei einem hohen Verzehr von Biolebensmitteln gezeigt wird. Nach Veröffentlichung der Studie gab es nach Angaben der DGE Meldungen, nach denen der Verzehr von Biolebensmitteln das Krebsrisiko senken würde. Doch kann daraus automatisch auf ein geringeres Krebsrisiko geschlossen werden, wenn nur noch Biolebensmittel verzehrt werden?

Die DGE-Sprecherin Antje Gahl erklärt im Interview auf DGE-Blog, warum Einzelstudien wie die NutriNet-Santé-Studie zwar Zusammenhänge aufzeigen, Rückschlüsse auf ursächliche Wirkungen aber trotzdem nicht getroffen werden können. „Die Aussage, dass Bio-Lebensmittel an sich eine krebsrisikosenkende Wirkung haben, ist damit noch nicht bestätigt“, lautet das Fazit von Antje Gahl zu den Ergebnissen der französischen NutriNet-Santé-Studie.

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