30 Jahre Apothekenmuseum Cottbus 1989 - 2019

05.07.2019 - externe Gremien

Am 1. Juni 1989 wurde das Niederlausitzer Apothekenmuseum in der Löwen-Apotheke Cottbus als erstes Apothekenmuseum in der DDR eröffnet. Seit 1994 wird das Apothekenmuseum durch einen Förderverein, der sich zum großen Teil aus Apothekern zusammensetzt, gemeinsam mit der Stadt Cottbus betrieben. Vier Mitarbeiter sind beim Verein angestellt und drei Kollegen im Ruhestand unterstützen die Mitarbeiter bei der Museumsarbeit. Im Jahr 2002 wurde das Museum in „Brandenburgisches Apothekenmuseum“ umbenannt und ist heute eins der größeren Apothekenmuseen in Deutschland. Unterstützt wird das Museum von vielen Sponsoren. Im Apothekenmuseum werden Funktionsräume einer Apotheke aus über 250 Jahren vorgestellt, deren Exponate aus verschiedenen Apotheken der Niederlausitz stammen. Zu besichtigen sind auf über 400 m² mehrere Offizinen (Verkaufsräume), das Galenische Labor, die Kräuter- und Giftkammer, ein Untersuchungslabor und eine DDR-Apotheke, sowie verschiedene Sonderausstellungen. Die Arbeit des Apothekers in den letzten 250 Jahren wird anschaulich dargestellt. Im Kräuterverkauf können über 200 Einzelkräuter und verschiedene Teemischungen erworben werden.

Zu diesem Anlass des 30. Geburtstages sowie zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane zeigt das Museum in diesem Jahr die Sonderausstellung „Der Apotheker im Wandel der Zeit - Zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane”, die sich in eine Reihe weiterer Ausstellungen zum Fontanejahr im Land Brandenburg einreiht. Einen besonderen Platz nimmt die Apothekerzeit von Theodor Fontane zwischen 1830 – 1850 ein. Im Apothekenmuseum Cottbus gibt es Raritäten aus Fontanes Arzneischatz zu entdecken, die heute teilweise in Vergessenheit geraten sind. Die Ausstellung wird von Kulturland Brandenburg und vom Theodor-Fontane-Archiv in Potsdam unterstützt.

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