Antibiotika-Resistenzen

29.08.2019 - Arzneimittelinformation, Apothekenwesen, Information & Internet, externe Gremien

Hinsichtlich der Antibiotikaresistenzen ist in den vergangenen Jahren in Deutschland eine gegenläufige Entwicklung zu beobachten. Bei den Enterobakterien Klebsiella pneumoniae habe die Resistenz gegenüber allen untersuchten Antibiotikaklassen mit Ausnahme der Carbapeneme signifikant zugenommen, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Auch bei Escherichia coli nehme die Multiresistenz signifikant zu. Der Anteil von Vancomycin-resistenten Enterococcus faecium (VRE) sei gleichfalls signifikant gestiegen. Hingegen setze sich der seit mehreren Jahren beschriebene rückläufige Trend für Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) fort.

Faktenblatt der ABDA
Die ABDA hat das Faktenblatt zu Antibiotika-Resistenzen aktualisiert. Inhaltlich neu ist der Versorgungsatlas des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi). Die Botschaft gegen Antibiotika-Resistenzen ist positiv. Im Versorgungsatlas steht, dass der der Verbrauch systemischer Antibiotika in der ambulanten Versorgung über den Studienzeitraum um 21 Prozent von 562 (2010) auf 446 (2018) Verordnungen pro 1.000 Versicherte und Jahr signifikant zurückgegangen ist.

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