Zertifizierte Fortbildung Parenteralia

29.08.2019 - Fortbildung

Die Fortbildungsreihe „Herstellung applikationsfertiger Parenteralia“ findet an insgesamt fünf Terminen vom 7. November bis zum 9. Januar statt. Die Halbtagesmodule starten jeweils um 15:00 Uhr im Thüringer Apothekerhaus. Für die Erteilung des Zertifikates sind der Besuch der kompletten Fortbildungsreihe sowie ein mindestens 2tägiges Praktikum in einer geeigneten Apotheke nachzuweisen.

  • Zeitplan
  • Do. 07.11.2019 | 15:00 bis 18:15 Uhr
    Modul I: Praktische und rechtliche Grundlagen der Parenteraliaherstellung

    Mi. 13.11.2019 | 15:00 bis 18:30 Uhr
    Modul II: Plausibilitätsprüfungen und Zytostatikatherapie von chronisch Kranken

    Di. 26.11.2019 | 15:00 bis 19:15 Uhr
    Modul III: Pharmazeutische Betreuung von Krebspatienten | Parenterale Darreichungsformen

    Do. 05.12.2019 | 15:00 bis 18:30 Uhr
    Modul IV: Arzneimittelprofile zytostatischer Wirkstoffe

    Do. 09.01.2020 | 15:00 bis 17:30 Uhr
    Modul V: Einführung in die Parenterale Ernährung

    Die einzelnen Module können auch separat gebucht werden, soweit noch Plätze verfügbar sind, die nicht durch Teilnehmer beansprucht werden, die an der kompletten Fortbildungsreihe teilnehmen. Für die Fortbildungsreihe besteht ein Anmeldeschluss bis zum 15. Oktober 2019.

  • Modul I - Praktische Grundlagen/Rechtliche Grundlagen
  • Der Auftakt der Veranstaltungsreihe ist für den 7. November geplant. Frau Dr. Anke Ritter stellt seit vielen Jahren Zytostatikalösungen in der Apotheke her und wird Ihnen aus dem Blickwinkel des Offizin-Apothekers die Anforderungen der BAK Leitlinien zur Herstellung parenteraler Arzneiformen und deren praktischer Umsetzung erläutern. Im Anschluss daran wird sie auf die Anforderungen der Behörde hinsichtlich der Herstellung näher eingehen. Auch aus der Sicht des Gefahrenpotentials der eingesetzten Arzneistoffe wird Dr. Ritter an diesem Tag das Thema beleuchten. Wie sind die Herstellenden zu schützen? Welche Sicherheitsmaßnahmen sind notwendig für Transport und Lagerung? Wie lassen sich diese in der Apotheke umsetzen?

  • Modul II - Plausibilitätsprüfungen | Zytostatikatherapie von chronisch Kranken
  • Als zweiter Referent wird sich Herr Dr. Keiner aus Weimar am 13. November des Themas Plausibilitätsprüfungen annehmen. Bei den Eigenschaften der in Rede stehenden Arzneistoffe ist klar, dass der Apotheker und das herstellende pharmazeutische Personal eine besondere Verantwortung tragen. Welche Dosierung ist erforderlich, sind die berechneten Ansätze plausibel, kann die Therapie wie geplant durchgeführt werden? Daher ist es uns in dieser Reihe ein besonders wichtiges Anliegen, Sie an dieser Stelle fit zu machen.

    Im zweiten Teil des Moduls geht der Krankenhausapotheker darauf ein, was bei der Festlegung der zytostatischen Therapie chronisch Kranker zu beachten ist. Hierbei ist abzuwägen, inwieweit die bestehende Therapie verändert oder sogar abgesetzt werden muss bzw. welche Parameter während der Therapie besonders zu überwachen sind.

  • Modul III - Parenterale Darreichungsformen | Pharmazeutische Betreuung von Krebspatienten
  • In diesem Modul am 26. November wird Herr Schreiber aus Erfurt auf die verschiedenen Darreichungsformen parenteraler Arzneimittel näher eingehen. Dabei beschränkt er sich natürlich nicht allein auf Zytostatika, sondern geht ebenso auf Schmerzpumpen oder Insulinpumpen ein.

    Während die Herstellung von Zytostatikalösungen ein überwiegend technischer Vorgang ist, bedeutet die Therapie, die mit ihnen durchgeführt wird, oft einen tiefgreifenden, existentiellen Eingriff in die Lebenswelt des Patienten. Herr Schreiber wird im 2. Teil des Seminars supportive Maßnahmen vorstellen, die die unerwünschten Wirkungen der Therapie abmildern helfen und damit einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität bedeuten.

  • Modul IV - Arzneimittelprofile zytostatischer Wirkstoffe
  • Um die notwendigen Plausibilitätskontrollen im Rahmen der Zytostatikaherstellung kompetent durchführen zu können, ist es wichtig, die Arzneistoffe auch hinsichtlich ihrer pharmakologischen Eigenschaften einschätzen und bewerten zu können. Herr Schreiber wird in seinem Seminar am 5. Dezember die eingesetzten Arzneistoffe charakterisieren und den therapeutischen Einsatz der einzelnen Arzneimittel näher beleuchten.

  • Modul V - Einführung in die parenterale Ernährung
  • Im letzten Modul der Reihe am 9. Januar werden Sie mit der parenteralen Ernährung vertraut gemacht. Die Herstellung parenteraler Ernährungslösungen ist selbst in großen Klinikapotheken nur noch selten der Fall, da oft Fertigware zur Verfügung steht. Unsere Referentin, Frau Christine Trautmann, ist Ernährungswissenschaftlerin und wird daher insbesondere auf Auswahlkriterien eingehen anhand derer gezielt geeignete Lösungen für Patienten ausgewählt werden können. Dazu wird sie auf die Zusammensetzung verschiedener Lösungen und die Bedürfnisse spezieller Patienten näher eingehen.

  • Praktischer Teil
  • Zur Erteilung des Zertifikats ist abschließend ein zweitägiges Praktikum zu absolvieren. Die praktische Fortbildung wird in einer geeigneten Apotheke unter der Verantwortung eines zur Leitung ermächtigten Apothekers durchgeführt. Sie umfasst mindestens 20 Fortbildungseinheiten. Die Inhalte des Praktikums sind durch die Ordnung zum Erwerb des Zertifikats „Herstellung applikationsfertiger Parenteralia“ festgelegt. Es wird empfohlen, das Praktikum in einer externen Einrichtung zu absolvieren.

  • Kosten
  • Der theoretische Teil für die Fortbildung kostet 220 Euro, für Teilnehmer mit einem gültigen Fortbildungszertifikat 200 Euro. Die einzelne Buchung eines Moduls kostet 50 Euro bzw. 40 Euro für Teilnehmer mit einem gültigen Fortbildungszertifikat. Die Rechnungslegung erfolgt nach dem (ersten) Seminar. Für die praktische Ausbildung können weitere Kosten entstehen. Diese sind zwischen der Fortbildungseinrichtung und dem Praktikanten individuell zu vereinbaren.

    Die Zertifizierte Fortbildung kann für die Weiterbildung Allgemeinpharmazie angerechnet werden. Die erfolgreich abgeschlossene komplette Fortbildungsreihe ist inklusive des Praktikums mit 20 Stunden anrechenbar.

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