Minister eröffnet Tag der Pharmazie

16.09.2019 - Ausbildung, Presse
Bereits zum 4. Mal findet am 17. September - dem ersten Welttag der Patientensicherheit - in Jena der Tag der Pharmazie statt. Auch wenn die Parallelität der Ereignisse allein zufällig ist, springt der innere Zusammenhang sofort ins Auge. Um die Patientensicherheit geht es nicht nur heute, sondern auch in Zukunft. Dann wird sie die Aufgabe einer zukünftigen Generation von Apothekerinnen und Apothekern sein, die jetzt noch als Besucher des Tags der Pharmazie den Apothekerberuf kennenlernt.

Der Tag der Pharmazie wird in Jena mehr als 1.000 Schüler aus ganz Thüringen mit Thüringer Pharmazeuten zusammenbringen und für einen „Erstkontakt“ zwischen den Jugendlichen und der Berufsalternative „Apotheker“ sorgen. Begrüßt werden sie vom Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft Wolfgang Tiefensee.

Den Besuch gerade des Wissenschaftsministers auf dem Tag der Pharmazie dürfen Thüringens Apotheker als wichtigen Fingerzeig für die Zukunft des Studienfachs Pharmazie an der Friedrich-Schiller-Universität nehmen. Seit vielen Jahren bemühen sich die Landesapothekerkammer Thüringen und der Thüringer Apothekerverband e.V. um die Erweiterung des Instituts für Pharmazie. Da ist ein offizielles Bekenntnis, des auch für die Universität politisch verantwortlichen Wissenschaftsminister natürlich ein wichtiges Signal.

Die Zukunft ist pharmazeutisch
Von diesem Motto wollen die Thüringer Apothekerinnen und Apotheker ihre Gäste live und in Farbe überzeugen. An zwölf Informationsständen kann das Studium und der Beruf ganz hautnah erfahren und selbst ausprobiert werden. Besonders viel dürfen die Schülerinnen und Schüler insbesondere am Stand „Arzneimittelherstellung“ erwarten, denn dort können Salben gerührt und ein Kapselfüllgerät selbst ausprobiert werden. Auch bei den Krankenhausapothekern wird hergestellt, dort kann man das Befüllen von Infusionsbeuteln unter aseptischen Bedingungen simulieren, wunderbare Selfies ganz in Grün sind da inklusive. Der Farbe Grün nähert sich der Stand „Phytopharmaka“ ebenfalls, geht es dort doch um Arzneipflanzen und pflanzliche Arzneistoffe. Hier weht dann ein Hauch von Wissenschaft, denn der Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie stattet seinen Stand extra mit Mikroskopen aus, die den Blick in einen Mikrokosmos öffnen. Das höchste Maß an Technik dürfte der Stand der pharmazeutischen Industrie aufbieten. Auch in Thüringen gibt Arzneimittelentwickler und -hersteller, die an den Arzneimitteln der Zukunft arbeiten und beim Tag der Pharmazie eben auch auf frühe Begeisterung ihrer künftigen Forscher und Herstellungsleiter hoffen.

Pharmazie hat viele Gesichter
An den Ständen werden viele Gespräche geführt und Fragen beantwortet werden. Wer mehr über die Tätigkeitsfelder des Apothekers erfahren möchte, für den bietet das Diskussionsforum „Pharmazie hat viele Gesichter“ das Richtige. Vier Apothekerinnen und Apotheker aus öffentlicher Apotheke, dem Krankenhaus, der Industrie und einer PTA-Schule stellen sich dort Fragen zu ihrem Werdegang, ihrem Studium und den Herausforderungen ihres Alltages. Die Schüler können dabei auch selbst aktiv werden und über eine elektronische Plattform eigene Fragen in die Runde geben.

Wer dann noch ein wenig Geduld aufbringen kann, darf sich auf spannende Kurzvorträge freuen. Professor Werz vom Lehrstuhl für pharmazeutische und medizinische Chemie wird zeigen, dass Arzneimittel keinesfalls immer gleich wirken, sondern es manchmal eben auch auf den kleinen Unterschied ankommt. Dr. Wittig wird die jugendlichen Zuhörer mit in seine Apotheke nehmen und ihnen zeigen, dass auch dort viel mehr passiert, als das sprichwörtliche „Schubladenziehen“. Matthias Zink schließlich wird einen Ausblick auf die Arzneimittel der Zukunft wagen, die deutlich näher ist als man so denkt und die die Apotheker der Zukunft, die dann gerade vor ihm sitzen werden, herausfordern werden.


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