ABGESAGT Die „Pille danach“ - Beratung in der Apotheke

03.06.2020


Der Vorstand der LAKT hat am 12.03.2020 in einer Telefonkonferenz beschlossen, alle Fortbildungsveranstaltungen der LAKT abzusagen.

Die LAKT hat aus Sicht des Vorstands eine nicht zu unterschätzende Vorbildfunktion und setzt durch ihre Entscheidungen Signale, die vor allem im Berufsstand wahrgenommen werden. Die Absage aller Veranstaltungen im ersten Halbjahr inklusive der Akademie 2020 ist ein solches deutliches Signal: Die durch die Corona-Pandemie hervorgerufene Situation stufen wir als sehr ernst ein. Das Risiko einer Virenübertragung und damit die Gefährdung eines großen Personenkreises sind vor diesem Hintergrund so gut wie möglich zu vermeiden. Dazu gehört zu unserem großen Bedauern auch die Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen, bei denen Pharmazeuten aus sehr verschiedenen Regionen Thüringens teilnehmen. Besonders gravierend ist dabei, dass die Teilnehmer eine unverzichtbare Rolle in der Arzneimittelversorgung spielen. Ein infektbedingter Ausfall gleich mehrerer Apothekerinnen und Apotheker, was in der jetzigen Situation auch den Ausfall mehrerer Apotheken zur Folge haben könnte, ist deswegen unbedingt zu vermeiden.

Sobald wir wieder Veranstaltungen anbieten können oder sich weitere Änderungen ergeben, werden wir dies über unseren Newsletter und über unsere Internetseite bekannt geben.

Dem Berufsverband der Frauenärzte zufolge, sind Apotheken schuld an gestiegenen Abtreibungszahlen. Diese Zunahme sei unter anderem darin begründet, dass das pharmazeutische Personal ihren Patientinnen die Anwendung der Notfallkontrazeptiva nicht richtig erkläre. Der Verband forderte den Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, »die Qualität der Apothekenberatung kritisch zu überprüfen«.

Apothekerin und Diplombiologin Ingrid Wittig – Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie | Homöopathie und Naturheilverfahren - zeigt anhand der Zahlen des statistischen Bundesamtes, dass dieser Vorwurf haltlos ist. Darauf kann sich aber nicht ausgeruht werden. Es ist im Gegenteil notwendig, das gesamte Team in regelmäßigen Abständen fit für die Beratung zur „Pille danach“ zu machen. Das Seminar bespricht ausführlich den weiblichen Zyklus, die Pharmakologie der „Pille danach“, geht auf Nebenwirkungen, Kontraindikation und rechtliche Probleme ein und gibt Einblicke in den Erfahrungsschatz aus 3 Jahren praktischer Beratungstätigkeit zum Thema.