Mangelernährung in deutschen Kliniken und Pflegeheimen

15.10.2019 - Information & Internet, Presse, externe Gremien
Wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) mitteilt sind in deutschen Kliniken und Pflegeheimen bis zu 30 % der Patienten und bis zu 25 % der Bewohner mangelernährt. Dies ergab die Auswertung der nutritionDay-Daten, die die DGE als Vorveröffentlichung zum 14. DGE-Ernährungsbericht herausgibt.

Während international zahlreiche Studien zur Ernährungssituation in Kliniken und Pflegeheimen vorliegen, ist die Datenlage in Deutschland spärlich. Ziel des von der DGE und der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) gemeinsam initiierten und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Vorhabens für den 14. DGE-Ernährungsbericht war es daher, die Ernährungssituation in deutschen Kliniken und Pflegeheimen zu bewerten und international zu vergleichen. Dafür wurden die von 2006 bis 2018 erhobenen nutritionDay-Daten zur Häufigkeit von Mangelernährung sowie zu bestehenden Versorgungsstrukturen in Kliniken und Pflegeheimen in Deutschland erstmals systematisch ausgewertet.

„Die Ergebnisse zeigen deutlich Handlungsbedarf auf. Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungsversorgung in deutschen Kliniken und Pflegeheimen sind dringend erforderlich, um der Entwicklung von Mangelernährung vorzubeugen und bestehende Ernährungsprobleme angemessen zu behandeln“, sagt Prof. Dr. Dorothee Volkert vom Institut für Biomedizin des Alterns der Universität Erlangen-Nürnberg. Sie hat das Vorhaben in enger Zusammenarbeit mit nutritionDay Wien, DGEM und DGE durchgeführt.

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