Im Fortbildungskalender haben Sie eine erste Übersicht über alle Veranstaltungen, die in den nächsten Wochen und Monaten in Thüringen stattfinden. Hier werden Ihnen sowohl die Fortbildungen der LAKT als auch die Veranstaltungen externer Fortbildungsanbieter angezeigt, die akkreditiert wurden, d.h. bei den Fortbildungspunkte erworben werden können. Die Anmeldung ist für die Fortbildungen der LAKT möglich, bei den externen Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Veranstalter.

Anmeldung
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Weiterbildung

Spezialisierung zum Fachapotheker

Mit ihrer freiwilligen Weiterbildung spezialisieren sich approbierte Apotheker zu Fachapothekern für unterschiedliche Tätigkeitsfelder in der Apotheke, in der Industrie, in Ausbildungsbetrieben oder bei Behörden.

Welche Vorteile bietet Ihnen die Weiterbildung?

Die Weiterbildung gilt als höhere Qualifizierung in einem Spezialgebiet oder -bereich, von der Sie in vielerlei Hinsicht profitieren. Je nach Wahl Ihres Arbeitsplatzes bzw. Ihres Berufsfeldes wird häufig spezielles Fachwissen gefordert. Dieses wird im Rahmen der Weiterbildung strukturiert vermittelt. Das praxisbezogene, vertiefende Lernen sowie der intensive Erfahrungsaustausch mit anderen Weiterzubildenden und den Referenten sorgen für eine Fülle neuer Anregungen, Kontakte und Motivation.

Darüber hinaus bietet die Weiterbildung Vorteile für den gesamten Berufsstand. Heute ist es auch für Apotheker immer wichtiger, ihre Qualifikation deutlich zu machen. Durch die Weiterbildung können ureigene pharmazeutische Inhalte und Tätigkeitsfelder aktiv besetzt werden. Dadurch wird das Berufsbild des Apothekers gesichert und neue, interessante Zukunftsperspektiven eröffnet.

Weitere Informationen zur Weiterbildung finden Sie auf der Website der ABDA.

Voraussetzungen

Die „Spielregeln“ der Weiterbildung sind in der Weiterbildungsordnung festgelegt und werden durch die Empfehlungen des Weiterbildungsausschusses spezifiziert.

Die Weiterbildung in Gebieten kann nur an einer anerkannten Weiterbildungsstätte durchgeführt werden. Bei einer Vollzeitbeschäftigung dauert sie mindestens 36 Monate. Auch eine Weiterbildung im Rahmen einer Teilzeittätigkeit ist möglich, allerdings verlängert sich dabei die Weiterbildungszeit entsprechend.

Die Weiterbildung erfolgt unter Betreuung und Anleitung durch einen hierzu persönlich ermächtigten Apotheker. Voraussetzung für die Ermächtigung ist, dass der Apotheker selbst Fachapotheker ist und ein aktuelles Fortbildungszertifikat der LAKT besitzt. Auch muss er in einer zugelassenen Weiterbildungsstätte arbeiten, es muss aber nicht die des Weiterzubildenden sein. In einem solchen Fall spricht man von einer Fernermächtigung, d.h. die Weiterbildung wird von einem Fachapotheker betreut, der in einer anderen Apotheke tätig ist.

Die LAKT empfiehlt den Abschluss eines Weiterbildungsvertrages zwischen Weiterzubildendem und Weiterbildungsleiter, gegebenenfalls ist auch der Leiter der Weiterbildungsstätte in den Vertrag einzubeziehen.

Ist Ihre Apotheke zugelassene Weiterbildungsstätte und haben Sie einen ermächtigten Weiterbildungsleiter, können Sie mit der Weiterbildung beginnen. Der Beginn Ihrer Weiterbildung ist der Landesapothekerkammer Thüringen anzuzeigen.

Verlauf der Weiterbildung

Zu Beginn der Weiterbildung erstellen Weiterbildungsleiter und Weiterzubildender gemeinsam einen Weiterbildungsplan, in dem spezifische Ziele und Inhalte für die Weiterbildung festgelegt werden. Der Plan dient als roter Faden und eignet sich zur jeweils aktuellen Standortbestimmung. Der Weiterbildungsplan ist dabei stets flexibel, wird dadurch jedoch immer wieder zu aktualisieren sein.

In Fachgesprächen diskutieren Weiterzubildender und Weiterbildungsleiter regelmäßig den Stand der Weiterbildung. Sie bearbeiten dabei spezielle Schwerpunkte, die der Weiterzubildende vorbereitet. Die Fachgespräche werden durch den Weiterbildungsleiter dokumentiert.

In regionalen Fachkreisen treffen sich Weiterzubildende und vertiefen Themen aus den Seminaren. Die Fachkreise werden in der Regel moderiert durch ermächtigte Weiterbildungsleiter, die in der Region tätig sind. Die Arbeit der Fachkreise ist strukturiert und wird ebenfalls dokumentiert.

Zu den praktischen Aufgaben des Weiterzubildenden gehört außerdem eine Projektarbeit. Liegen Ihre Stärken mehr in der Vortragstätigkeit, gibt es auch die Möglichkeit, als Referent in Fort- oder Weiterbildungsseminaren der Landesapothekerkammer tätig zu werden und sich diese Tätigkeit anstelle der Projektarbeit anerkennen zu lassen.

Der praktische Teil der Weiterbildung Allgemeinpharmazie wird ergänzt durch 60 Stunden theoretische Seminarveranstaltungen. Weiter 60 Stunden stellt der Weiterzubildende nach seinen Interessen aus dem Angebot der zertifizierten Fortbildungen der LAKT zusammen. In den anderen Gebieten sind es 120 verpflichtende Seminarstunden.

Weiterbildungsgebiete

Allgemeinpharmazie

Nachdem im Studium wissenschaftliche Grundlagen vermittelt wurden und der Schwerpunkt dabei auf dem Arzneimittel lag, ist es in der öffentlichen Apotheke der Mensch, der mehr und mehr als Patient und Kunde im Mittelpunkt steht.

Der Begriff der „ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung der Bevölkerung" beschreibt nur sehr trocken die Anforderungen, die heute ein guter Offizin-Apotheker erfüllen muss.

So kann ein Fachapotheker seine Fähigkeiten nur in einem professionellen Umfeld optimal nutzen und einbringen. Ein praxisorientiertes und wirklich etabliertes Qualitätsmanagementsystem hat sich dabei als Grundvoraussetzung etabliert. Ziel der Weiterbildung muss es sein, ein QM-System in der eigenen Apotheke einzuführen bzw. ein schon bestehendes System auch zu leben.

Auch im kommunikativen Bereich bedarf es zusätzlicher Kenntnisse, um das patienten- oder auch arztorientierte Vermitteln des apothekerlichen Wissens zu gewährleisten und die Aufgaben als kompetenter Gesprächspartner in Gesundheitsfragen optimal zu erfüllen.

Dies sind nur zwei Beispiele aus der breiten Palette der Weiterbildungsziele für das Gebiet Allgemeinpharmazie. Das in der Weiterbildung vermittelte und erarbeitete Praxiswissen soll die eigenen Möglichkeiten erweitern, die Kreativität im Beruf erhöhen und den Fachapotheker für Allgemeinpharmazie zum echten Spezialisten für die öffentliche Apotheke machen.

Klinische Pharmazie

Das Tätigkeitsfeld des Krankenhausapothekers hat sich in den letzten Jahren erheblich gewandelt. Zu den klassischen Tätigkeiten der Entwicklung, der Herstellung und der Prüfung von Arzneimitteln kommen insbesondere auf den Apotheker auf Station in verstärktem Maße neue Dienstleistungen hinzu.

Der direkte Kontakt des Apothekers zum Patienten und seine Beratung in Fragen zur Arzneimitteleinnahme sind in vielen europäischen Ländern schon heute selbstverständlich. Auch eine fundierte Arzneimittelinformation der Klinikärzte und die Beratung des Pflegepersonals gehören zu den Aufgaben des Krankenhausapothekers. Durch die Aufnahme der klinischen Pharmazie in das universitäre Studium wird dem auch in Deutschland Rechnung getragen. Die Weiterbildung zum Fachapotheker für Klinische Pharmazie schreibt diese Entwicklung konsequent fort.

Selbstverständlich berücksichtigt die Weiterbildung auch den besonderen Stellenwert der Zubereitung anspruchsvoller Arzneiformen (Zytostatika, Lösungen zur parenteralen Ernährung) als Paradedisziplin des Apothekers in der Krankenhausapotheke.

All diese Dienstleistungen im Krankenhaus stehen heute verstärkt unter dem Druck der Wirtschaftlichkeit. Das Ziel der klinischen Pharmazie muss sein, den gezielten, wirksamen, sicheren und wirtschaftlichen Einsatz von Arzneimitteln im Krankenhaus zu gewährleisten. Dementsprechend stehen auch Pharmakoökonomie und Management auf dem Seminarprogramm.

Die Durchführungsempfehlungen zur Klinischen Pharmazie sowie den Weiterbildungskalender der Bundesapothekerkammer finden Sie im Rahmen des Internetauftrittes der ABDA bzw. Bundesapothekerkammer.

Weiterbildungsbereiche

Ernährungsberatung

Diese Weiterbildung zielt darauf ab, die Entstehung und Manifestation ernährungsabhängiger Erkrankungen in der Bevölkerung zu verhindern, ihre Verschlechterung zu vermeiden oder ihren Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen.

Mit einer Zusatzqualifikation auf dem Gebiet der Ernährungsberatung leisten die Apotheker einen wichtigen Beitrag zur Prävention. Die Seminarinhalte reichen von spezifischen Ernährungsempfehlungen z.B. für Säuglinge, Sportler oder Senioren über die Möglichkeiten einer diätetischen Behandlung verschiedener Krankheitsbilder bis hin zu einem Intensivtraining über rhetorische und ernährungspsychologische Themen. Ziel ist die optimale Vorbereitung des Apothekers auf die Ernährungsberatung im Rahmen des Apothekenbetriebs.

Onkologische Pharmazie

Onkologisch-pharmazeutisch tätige Apotheker sorgen für eine sachgerechte und sichere Versorgung des Krebspatienten mit Arzneimitteln unter besonderer Berücksichtigung der Pharmakologie der Tumortherapeutika sowie deren sachgerechte Herstellung und Handhabung. Sie arbeiten mit anderen Heilberufen in Fragen der Tumortherapie zusammen.

Dies schließt die klinisch-pharmazeutische Beratung des onkologisch tätigen Arztes und Pflegepersonals, die pharmazeutische Betreuung des Krebspatienten, den Umgang mit Informationen auf dem Gebiet der Onkologie sowie die Mitwirkung an klinisch-onkologischen Studien ein.

Zur Weiterbildung Onkologische Pharmazie gehört der Besuch von 100 Seminarstunden sowie die regelmäßige praktische Herstellung von Zytostatika.