Studie zu Interessenkonflikten in der medizinischen Lehre

25.10.2019 - Information & Internet, Ausbildung, externe Gremien, Presse
Die Universities Allied for Essential Medicines (UAEM) und die Vertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (BVMD) haben auf der ersten studentischen Bundeskonferenz zu Interessenkonflikten in der Medizin eine gemeinsame Studie zu Interessenkonflikten in der medizinischen Lehre vorgestellt.

In der Studie wurden die Richtlinien zum Umgang mit Interessenkonflikten der 38 deutschen Medizinischen Fakultäten, die Mitglied des Medizinischen Fakultätentages sind, ausgewertet sowie eine Befragung der medizinischen Dekanate durchgeführt. Von 38 medizinischen Fakultäten in Deutschland antworteten 16. An nur zwei Fakultäten konnten Richtlinien identifiziert werden, die Rahmenbedingungen für Kontakte mit der Industrie schaffen. Insgesamt behandeln nur wenige Universitäten das Thema Interessenkonflikte im Unterricht, in der Studie gab keine Universität entsprechende Lehre an.

Das Fazit der Studie: Anders als in den USA, wo Regelungen und Lehre verbreitet sind, ignorieren Universitäten in Deutschland das Thema Interessenkonflikte im Studium und verpassen dadurch die Chance, angehende Mediziner*innen frühzeitig auf den professionellen Umgang mit Pharmaunternehmen vorzubereiten.

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