3D-Druck: Forschungsprojekte zu gesundheitlichen Risiken gestartet

06.12.2019 - Information & Internet, externe Gremien
3D-Drucker werden inzwischen auch für Privathaushalte angeboten. Mit diesen Druckern können Ersatzteile, Haushaltsgegenstände oder Geschenke zu Hause produziert werden. Kinder können sogar mittels spezieller 3D-Drucker ihr Spielzeug selbst herstellen.

Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf seiner Internetseite mitteilt, führt es derzeit verschiedene Forschungsprojekte durch, um das mögliche Gesundheitsrisiko bewerten und Empfehlungen ableiten zu können.

Wissenschaftliche Publikationen haben gezeigt, dass beim Erhitzungsprozess des Kunststoffes partikuläre und flüchtige Stoffe freigesetzt werden. Die meisten Drucker für den Hobbygebrauch sind nicht luftdicht verschlossen und besitzen keine Absaugvorrichtung für Abgase, so dass diese ungehindert in die Raumluft gelangen. Diese Emissionen hängen unter anderem von verschiedenen Parametern, wie z. B. dem eingesetzten Kunststoff oder der Drucktemperatur ab. Die Inhaltsstoffe der Kunststofffilamente, die im Internet bestellt werden können, sind teils nicht klar deklariert. Zudem kommen laufend neue Filamente, die mit Zusatzstoffen wie Metall oder Holz versehen sind, auf den Markt.

Für ein besseres Verständnis hinsichtlich der Freisetzung und der gesundheitlichen Risiken befasst sich das BfR genauer mit dem 3D-Druckprozess und den verwendeten Filamenten. Systematische Untersuchungen verschiedener Filamente unterschiedlicher Hersteller und das Testen mehrerer 3D-Drucker und 3D-Stifte sollen Empfehlungen zum Gesundheitsschutz ermöglichen.

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